Wir müssen unsere Feinde lieben um sie loszuwerden

Die Fähigkeit zu denken ist ein Geschenk der Natur. Ein Schwert um im Aussen das getrennt zu halten was nicht natürlich zusammengehört. Und um das zu schützen was eine tiefere Wachheit ermöglicht. Denn gemeinsame Leben sind in der Tiefe verbunden. Darum erkennen Liebende ihre Familien auch mit ihren Herzen. Die Nows sagen, wir erwachen im Aussen damit auch hier das Freie geboren wird. Dann entfaltet sich unsere Kraft zu lieben. Im Anblick des Todes zu lieben bedeutet für die Nows Meisterschaft. Liebende erkennen sich von weitem und verbinden Schritt für Schritt das, was aus der Leere tritt um natürliches zu verbinden. Ihre Liebe verwurzelt in die Ewigkeit.

Das Leben geschieht überall, im Schatten und im Licht. Es geht dabei nicht um Siege, denn siegen bedeutet unrein sein. Reines hebt auch jene Teile, die vor einer Schlacht auf der anderen Seite stehen. Das Reine zu schützen bedeutet, dass sich Denken nicht in ein Leben einmischt. Denken kann nichts tun um irgendein Leben zu verbessern.

Die Nows sagen, immer wenn denken glaubt endlich gesiegt zu haben, erhebt sich der Schatten des nächsten Feindes und kriecht aus seinem düsteren Loch. Zwingen oder Auswendiglernen und all das Verbieten führen nicht zu dem, was Freiheit und Sicherheit bedeuten müsste.

Aber wir können unseren Feinden im Wissen entgegentreten dass wir durch sie befreit werden von unseren Halbwahrheiten. Von den vielen Illusionen und einem Glauben an das vermeintlich Böse oder das eingebildete Gute. Jeder kleinliche Glaube beginnt in engen Gefühlen und springt in ein oberflächliches Denken weiter. Er ist nicht geeignet um das Leben zu heben. Die Nows sagen, jede Angst entsteht aus einem Mangel an Reinheit.

Leben entwickelt sich am allerbesten in seiner natürlichen Freiheit und ohne unser dazutun. Nur dann wird Lieben gültig und auch vollständig genug sein um das zu erfahren, was Realität und Wahrheit sind. Vor einer Schlacht legen die Krieger des Now deshalb ihre Blumen und Gaben auf die Erde und übergeben sich selber ganz dem Sinn, der sie ihre Lektion schon lehren wird.

Sinn ist nur durch das Eigene erfahrbar

Sinn ist nichts was man denken könnte oder was durch lesen in einem Buch eintritt. Sinn ist in den Fähigkeiten der feinsten Wesen und offenbart deren Intelligenz, Kreativität und ebenso ein tiefes Wissen, dass auch das Unmögliche aus dem Zustand aller Möglichkeiten aufsteigt. Die Nows sagen, Träume sind nicht materiell. Sie gehen erst in Erfüllung wenn wir Vorstellungen von Materie loslassen. Und auch der Sinn ist etwas, das nicht teilbar ist und auch nicht einfach so entsteht. Sinn wird bewusst, wenn sich etwas Ganzes zu bewegen scheint, wenn dieses überfliest und im Strom des Lebens aufgeht. Deshalb ist Sinn nur beim eigenen Wachsen erfahrbar. Und wenn sich das verbindet was bereit ist sich dem Eigenen und etwas Ganzem zu öffnen. Feines fliest in Strukturen damit diese erkennen, dass sie schon immer ein Teil von etwas Ganzem gewesen sind.

Wenn wir beginnen zu denken ohne zu lieben, beginnt sich der Sinn zurückzuziehen. Die Nows sagen, unsere Herzen sind wie Ozeane. Wir werfen unsere Sorgen, Ängste und all das zu Kurze hinein und die Wellen die zurück ans Ufer schlagen bringen uns was wir für unser Wachsen brauchen. Was immer wir auf dem Weg zum Ozean liegenlassen, weil wir es nicht zu einem glücklichen Ende führen konnten, wird das vorankommen des Ganzen und damit auch unser Glück behindern. Ein grösserer Fluss wird sich diesem annehmen.

Ein Ozean ist tief und weit genug um zu erkennen, welche Teile zu welcher Ebene gehört. Die Nows sagen, Glück hat viele Gesichter und alle tragen dazu bei unser Wachsen zu ermutigen. Eine lebende Intelligenz wird immer wissen, wozu etwas da ist und wohin es gehört.

Die Nows sagen, wenn uns etwas im Aussen oder Innen anschaut und wir es nicht einordnen können sind wir oberflächlich unterwegs. Dann haben wir uns nicht unserer ganzen Tiefe geöffnet und stehen am Rande und nicht im Zentrum unseres Wesens. Denken ist immer dann nicht besonders hilfreich wenn es darum geht eine Ganzheit herzustellen. Etwas das atmet und deshalb auch eine Zukunft erträgt. Die Nows sagen, jedes Haus hat ein Innen und ein Aussen und vielleicht sogar einen schönen alten Garten oder wunderbare Bewohner.

Es wäre für jedes Wesen sehr wichtig, aufrichtig und ehrlich zu sein, weil es sich sonst von seinem Potenzial abschneidet und zum Natürlichen nichts Wirkliches beiträgt.

Ein Ich das alleine ist hat Angst

Vorstellungen von dem was vielleicht einmal war und all das viele Planen irgendeiner Zukunft, entstehen denkend und mit der Absicht des Ich, ein sinnvolles Leben zu haben um möglichst nie zu sterben. Die Nows sagen, was denkt existiert nicht und überlebt nicht. Denken wird das Ewige nicht erreichen, weil es in den Oberflächen verweilt.

Denken braucht die Existenz der Sinne, der Inneren und der Äusseren um sich eine eigene Stabilität zu verleihen. Es erschafft die Dichte des Ich und wird dauernd vom Schlaf und der Idee des Sterbens bedroht. Immer wieder, unermüdlich und jeden Tag, über jede Erfahrung und in jedem Gefühl bestätigt sich so ein Ich, als Zentrum seiner Existenz.

Umso grösser die Angst des Ich vor seiner Vernichtung wird, umso dichter werden die Mauern, die das Denkende hochzieht. Dies in der festen Absicht, das zu schützen, was es als sein intimstes und wichtigstes Wesen erfährt. Seinen Körper, dessen Sicherheit und seine Freiheit zu Denken. Damit wird das Ich zu seinem Gott.

Alles was ausserhalb dieser Mauern bleibt, mutiert damit zum Feind und zu etwas Zweitwichtigen. Nur zu existieren wird jedoch kaum genügen um auch glücklich zu leben und voller Sinn, denn das Leben ist viel mehr als irgendeine kalte Existenz. Das Leben holt sich selber um zu wachsen das was existiert und was in seiner Anflugschneise liegt. Und füllt diese toten Strukturen mit seinem Sinn. Das Leben beginnt über das Feine zu atmen und wächst als eine allerfeinste Schicht.

Die Nows sagen, Strukturen ohne Leben sind wie Steine, die endlos nebeneinanderliegen. Nichts verbindet sie zu einem Atemzug. Sie bleiben erstarrt in der Dichte des Raumes und eingefroren in ihrer Zeit. Es sei denn was liebt nimmt sich ihnen an. Dann geht das Leben weiter und verbindet aus der Ewigkeit kommend sein Glück in das Kalte hinein. Deshalb fühlt sich das Leben so warm an und zaubert ein Lächeln auf das Gesicht des Individuellen wenn dieses stirbt. Die Nows sagen, unsere Herzen sind der grösste Fluss, sie verbinden alles zu einem grossen und ganzen Wesen.

Denken erfasst das Natürliche nicht

Denken ist nicht besonders mutig, wenn es darum geht etwas Natürliches zu schützen. Etwas das liebt. Denken ist nicht frei, es bleibt gefangen in den eigenen Vorstellungen und in einem überrissenen Sicherheitsanspruch. Die Nows sagen, unser Denken kann nur seinen Vorteil sehen. Deshalb steht es auch nicht zurück, wenn es darum geht etwas Ganzes zuzulassen. Denken ist der kleine Bruder des Herzens, man muss ihn an der Hand führen. Das Ich wird denkend geschaffen und seine vielen Schichten bildet es aus Gedanken deren Verfallsdatum abgelaufen ist. Die Nows sagen, das Altbekannte wird leicht überheblich wenn es wachsen sollte oder zu unbeholfen ist um die Zukunft für etwas Ganzes zu erahnen.

Ein Denken das seine vertikale Achse ins Fühlen erweitert schützt das Leben vor dem was nicht natürlich zusammengehört. Als Träger des Lichtes steht ein so erwachter und freier Geist aufgerichtet für das Ganze ein und damit für echtes Fortschreiten. Fühlen und Denken sind zwei Extreme die verbunden ein Ganzes bilden und deren Ganzes dann weiterwächst weil es fliessend wird. Wenn Intellekt, wenn das was trennt, wenn Feuer sich dem öffnet was wie Wasser fliest, dann fühlt der Intellekt was auch noch zu sein hat.

Die Nows sagen, Ganzes wird nicht durch Repetieren erzwungen werden können. Denn jede Wiederholung ist ein Missbrauch und resultiert in eine weitere Sinnentleerung. Diese erschafft eine Sehnsucht, die endlos repräsentiert und plappert um das verloren gegangene Glück irgendwie wieder herzustellen. Und das zeigt sich im Aussen an einer oberflächlichen Art mit dem Anderem umzugehen. Dann isoliert die Natur vorübergehend das, was sich trennend verhält und führt es über Strukturen wieder zum Ganzen hin. Damit hat es seine Chance um wieder aufzustehen.

Dazu braucht es eine tiefe Liebe und eine Intelligenz die durchschreitet anstatt zu trennen, denn das Ich ist in seiner jetzigen Form nichts Natürliches und auch nicht annähernd etwas Ganzes. Die Denker nennen diese Erfahrung sterben. Sie erkennen schon vieles, das nicht zusammenfinden darf weil es nicht natürlich zusammengehört.

Zulassen von dem was natürlich zusammengehört macht uns sinnvoll und glücklich und wenn wir in einem Alptraum erwachen wollen, dann müssen wir nur das Natürliche aus unseren Leben entfernen.

Natur bleibt unendlich wie das Leben selber

Die Natur gleicht einem ewigen Buch in dessen Geschichte wir eintauchen um uns vollständig zu verlieben. Die Fülle darin berührt jeden Punkt und jedes Komma. Sie beschreibt uns auch dann, wenn wir umgeben sind von Leere. Jedes Blatt in diesem Buch enthält eine andere Welt und andere Wesen und erzeugt somit auch ein anderes Wissen.

Beim Lesen in unserem Bewusstsein senkt sich der Geist in immer feiner werdende Ebenen des Denkens und öffnet sich dem was wir auch noch sind. Wer in seinem Lebensbuch liest, zieht sich in eine Innere Landschaft zurück, er geht tiefer in den Denkprozess hinein, durchschreitet diesen und erwacht hinter dem Denken.

Dort endet das Trennen und der Geist findet sich als etwas Reines wieder. Kurz davor sind ein Träumen und eine Realität, die mit Allem was Leben prägt verbindet. Hier atmet der Urgrund eines jeden Wassers, die Quelle des reinen Bergsees der verbunden ist mit den Wesen in den Flüssen, Seen und in den weiten der Ozeane. Dasselbe Wasser steigt im Frühling in die Blätter der Bäume und reift im Herbst zur Frucht. Die Nows sagen, jede Fassade des Glücks hat einen Hinterhof, der uns mit dem Sinn der Fassade verbindet. Das Problem mit dem Denken ist eigentlich nicht was wir konsumieren, aber was wir nicht erkennen und was eigentlich genau so da ist. Dieses macht uns wachsend glücklich.

Grobes vergisst, dass sein feinerer Aspekt immer verbunden bleibt. Und was darüber entscheidet ob etwas Sinn macht ist immer die feinste Verbindung. Die Nows sagen, unsere Fähigkeiten sind wie das Licht und das Wasser welche unser Wachsen aufrechterhalten.

Reines erkennt sich selbst dann, wenn eine grosse Distanz da ist.

Es gibt nur eine Freiheit, die Eigene

Wir fühlen uns solange getrennt, wie unser dominantes und ichbezogenes Denken seinen Keil in etwas Lebendiges treibt. Jeder wirkliche Sinn verbindet nahtlos und ermöglicht die Erfahrung des natürlichen auf eine lebendige Art und Weise. Auch wenn die Dichte der Materie in Teile getrennt scheint, schimmert die allesverbindende Intelligenz durch jede Bewegung und in jedem Flügelschlag.

Die Nows sagen, sich vergnügen ist wie die andere Seite einer Angst. Man vergnügt sich und versucht damit ein paar Momente von Glück zu erfahren. Frei vom Belastenden und nicht Erledigten.

Dabei entfernen wir uns von unseren ängstlichen Teilen. Das ist unvollständig und verarmt unsere Leben, denn ohne Angst wäre Vergnügen ein Glück und auch ein Zustand der natürlich fliest. Suche endet erst wenn das Leben nahtlos geworden ist.

Im Reinen gibt es kaum Grenzen, es gibt kein Ich und auch kein Du. Es gibt nur diese Flamme der Aufmerksamkeit. Hellwache und vollständige Aufmerksamkeit für Alles und jedes Wort und jeden Gedanken der aufsteigt. Und genauso für jedes Gefühl.

Völlige Aufmerksamkeit ist nichts teilweise, sie ist immer ganz und gar. Die Nows sagen, wir öffnen uns ganz natürlich einer Ebene nach der anderen, damit wir weiterfallen können. In das was umarmt und uns nicht konsumiert. Denn Konsum verwirrt Konsumenten. Fallen macht nur aus einer grossartigen Höhe wirklich Spass.

Wir fallen dann immer tiefer und zunehmend in das hinein, was wir auch noch sind. Das Gefühl zu Fallen wird uns die Macht unserer Erde spüren lassen und uns wieder dem öffnen was die Erde in uns ist. Erde zieht uns an weil sie das vereint was zusammengehört. Damit beginnt auch unsere Aufrichtung. Unsere eigene Aufrichtigkeit wird wieder die wichtigste Fähigkeit um zu wachsen. Sie wird den aufsteigenden Mut in unseren Herzen erzeugen. Die Nows sagen, unser natürliches Wachsen verbindet die Herzen in den Himmel und damit in eine glücklichere Erde hinein.

Denken ordnet nicht sehr tief

Unsere Herzen sind nicht einfach ein Ort im Körper. Sie sind eine Fähigkeit um das zu verbinden, was natürlich zusammengehört. Die Nows sagen, bei fühlenden Wesen bündeln und überlagern sich in der Gegend der Lunge die Kreisläufe des Blutes, die Nervenbahnen und die Speiseröhre. Hier finden die Elemente Luft, Wasser, Feuer und Erde zueinander und erschaffen eine eigene Ebene von Ordnung.

Diese Ordnung manifestiert als vollständiger und reiner Ort in unserer individuellen Welt. Hier legt sich unser Mut zurecht und wächst in der Form von Gesundheit und Glück in die Organe und in den äusseren Körper ein. Herzen vermögen das Ganze zu erkennen und sind der Eingang in weitere Ebenen des Verbundenseins. Deshalb inspiriert die Kraft von Herzen alle anderen Ebenen zu jener natürlichen Funktion hin die überzufliessen vermag.

Sie sind die Wächter des natürlichen und erkennen was wirklich zusammengehört. Ein grossartiges Herz bleibt mit allem verbunden und schützt das natürliche auf beiden Seiten und im Innen und im Aussen.

Die Wächter des Now ziehen deshalb nicht nur auf einer Seite in die Schlacht. Ihre Herzen erkennen inmitten des Kampfgewühls das Feine, das Wachsende und das Natürliche. Das was sich aufrichtet weil es liebend verwurzelt ist. Dieses schützen die Krieger des Now und bereiten somit das innere Feld für das beenden des sinnlosen Mordens.

Denn wahlloses Abschlachten tötet unsere Chance auf einen geglückten Neubeginn. Nows gewinnen über das zulassen einer Balance, welche eine natürliche Ordnung anerkennt. Ihr Kampf erhebt sich um Feines und Wachsendes zu schützen und es ist ihnen egal, auf welcher Seite dieses steht. Die Nows sagen. Ein echter Vater liebt alle Söhne und eine grossartige Mutter schützt alle Kinder.

Der Versuch clever zu sein verdrängt die Fähigkeit zu heilen.

Wir haben verlernt unsere Wunden zu heilen, weil wir dem Aussen mehr Vertrauen als unserem inneren Wesen. Dabei würde eine Hinwendung zum Feinen genügen um das zerbrechen von natürlichen Verbindungen zu verhindern.

Die Nows sagen, in jeder Frucht zeigt und vollendet sich die wogende Kraft der Ozeane, welche durch die Wurzeln der Bäume steigt und in das Feuer der Blüten überfliest. Jede Entfaltung beginnt in den natürlichen Verbindungen von Teilen zueinander. Ganzes fliest in sich selber und über das Licht und die Dunkelheit atmet es in etwas ein und wieder aus.

Wenn wir die Berührungen des Feinen als ein Tor nach Innen nutzen, öffnet sich unser innerstes Wesen und strömt uns entgegen. Die Nows sagen, Glück entsteht weder im Aussen noch im Inneren. Es entsteht durch den geglückten Versuch zuzulassen. Über das, was verloren scheint und sich im Feinen wieder ins Licht zu erheben vermag. Weil es dort willkommen ist. Das Feine verbindet das Eine mit dem Anderen. Die Nows sagen, das Denken ist eine sehr feine Form der Bewusstheit, die sich fühlend ins Feine erweitert. Aber erst die Balance von denken und fühlen kreiert so etwas wie den Sinn.

Enge Vorstellungen vom Guten und Bösen öffnen sich aus einem kalten Denken. Aus etwas, das nicht intelligent genug ist um sich der feinen Wärme der Herzen an zu schliessen. Denn damit würde die Eisschicht des Denkens schmelzen. Davor hat das denkende Ich jedoch Angst.

Die Nows sagen, dem Chaos sollte man mit Stille begegnen, denn was sich selber einmischt hat verloren und es vergössert noch den Streit. Es wird zu einem Teil des Problems. Es ist nie ratsam mit einer Sehnsucht zu beginnen oder mit dem Zudecken von Bedürfnissen, denn was sich so trennt, erschafft eine Sehnsucht die von absterbenden Teilen ausgeht und die nicht mehr gedeckt werden kann. Die nötige Klarheit und ein neues Wachsen entstehen dann, wenn etwas Ganzes sich in unseren Herzen zu zeigen beginnt. Die Nows sagen, das Leben selber braucht keine weissen Sandstrände um sich zu erholen. Sobald der Mut in unsere Herzen steigt, stellt sich was kommen muss ganz von selber und auch vollkommen natürlich ein.

Nur das Denken passt sich an

Denken versucht positiv zu sein und bestätigt damit lediglich was es bereits kennt, was scheinbar funktioniert und deshalb wertvoll scheint. Denken erschafft sich damit eine Matrix aus richtig und falsch und bewertet alles Handeln nach diesem Wertesystem. Denken ist offensichtlich nicht sehr mutig, es ist nicht tief und nicht umfassend.

Denken kreiert ohne Tiefe und so entsteht nichts Wirkliches. Es scheint an der Oberfläche zu verwalten. Denken ist auch recht unfähig, wenn es darum geht im Sinne von Ganzem zu erkennen und seinen Teil in das Gelingen des Anderen zu integrieren. Oder zu wissen, was das Natürliche ist, weil es auch das kleine Leben schützt. Denken ist zu klein, zu patriotisch, zu verwöhnt, zu wütend und auch zu dümmlich um liebend zu erfahren. Seine konzentrierteste Form ist ein ängstliches Ich.

Die Nows sagen, denken wählt den Tod auch dann noch, wenn es fast alle Möglichkeiten und den Zugang zu schier unbegrenztem Potenzial hätte. Denken entscheidet sich gegen das Leben. Denken entscheidet sich für Trennung, weil Trennung seine Fähigkeit und seine Sprache ist.

Denken wird was liebt nicht erschaffen können, denn dieses kann gar nicht erschaffen werden. Leben ist bereits vollständig und es entzieht sich dem Verstand.

Das Denkende ist einfach zu oberflächlich um zu Lieben und deshalb erzwingt es in seinem fanatischen Wahn endlich wieder zu wachsen. Es versucht durch Wiederholungen und immer mehr, das Wachsen auszulösen. Das ist dümmlich und wird nicht funktionieren.

Die Nows sagen, nur Sklaven wiederholen und passen sich an. Die reinste Form des Verbindens, ist immer auch begleitet von der Fähigkeit und der Erfahrung zu lieben, denn wenn wir das, was wir auch noch sind erfahren wollen, genügt es nicht, im Aussen anwesend zu sein. Oberfläche und Innen machen uns zu dem was wir sind. Unsere Verbundenheit ist nur das sichere Anzeichen dafür, dass wir in etwas natürliches Wachsen. Die Nows sagen, sobald wir wiederholen erkennen wir darin unser Getrenntsein.

Nur das Reine wächst

Wasser ist stur genug um jeden Felsen zu zwingen. Es fliest und gibt keine Ruhe, bis nicht jeder Stein zu etwas Sand geworden ist. Darin zeigt sich seine Meisterschaft. Selbst die grenzenlosen Strände der Meere zeugen von der Fähigkeit, das Harte durch umarmen in eine fliessendere Form zu bringen.

Dazu verbindet sich Wasser mit dem Feuer. Sie wollen sich gemeinsam über das Harte erheben. Wasser wird damit über den Bergen niederzugehen. Dort wäscht es sich durch die Flüsse und reibt sich immer dichter zum Felsen hin. Wasser gleicht darin dem Weiblichen das immer in seiner Mitte ruht. Dort wird es geweckt vom männlichen Feuer und erstürmt mit diesem den Himmel. Gemeinsam erschaffen sie den Sand, der zur Basis von Humus wird. Erst mit diesem verbinden sich Himmel und Erde tiefer und weiter.

Damit wächst eine nächste Vielfalt, die ihren Eltern gleichend, denselben Tanz vollführt. Immer zwischen Himmel und Erde wird das Leben seine Bänder weben. Damit überfliest wieder das Leere und wächst zu neuer Fülle heran. Wachsen hat kein Ende und auch keinen Anfang, weil wachsen etwas Lebendiges ist und direkt aus der Ewigkeit kommt. Die Nows sagen, auch Mann und Frau sind an ihrer Basis dieses Eine und wie Wasser und Feuer fliessen sie ineinander, miteinander und ebenso in unterschiedliche Richtungen. Was die beiden verbindet ist der Sinn.

Die Nows sagen, was mag Wasser am Felsen nur so stören wenn es sich sogar mit dem Feuer zusammentut. Ist es dessen Härte, Dichte oder die eingebaute Sturheit? Oder ist es weil der Stein dem Wasser Grenzen aufzeigt und damit zum Spiegel für die eigene Sturheit des Wassers wird? Wenn Wasser und Feuer das Geheimnis des Felsens öffnen, geschieht etwas Wunderbares. Die Härte des Felsens hat sich aufgelöst und ist zu etwas geworden, das Felsen und Erde zu etwas neuem verbindet. Aus ihrem gemeinsamen Humus erhebt sich dann sanft etwas, das sich einem eigenen Leben bewusst ist.

Die Nows sagen, immer wenn sich unsere Herzen öffnen entsteht eine lebende Stille und wer das Leben als Kampf erfährt, lebt ausserhalb von seinen natürlichen Fähigkeiten die Gegensätze für sein wachsen zu verbinden.